Fraktale Dimension ist die einfachste und beliebteste Fraktalanalyse, aber nicht die einzige. Die multifraktale Analyse liefert eine viel detailliertere Beschreibung eines Musters, bei dem die Anordnung (Massenverteilung) des Musters in verschiedenen Maßstäben durch das “Singularitätsspektrum” analysiert wird. “Lacunarity” ist ein weiteres nützliches Konzept aus der fraktalen Geometrie, das die Gappiness und Heterogenität eines bestimmten Musters sowie seine Rotationsinvarianz quantifiziert. Die meisten dieser Analysen ist relativ einfach, indem Sie frei verfügbare Software (z. B. Fractaldim, HarFa, FracLac) verwenden. Es gibt hier mindestens zwei weitere Ansätze zur Quantifizierung von Spot-Typ-Mustern. Erstens wurde in jüngster Zeit ein Ansatz namens Scale Invariant Feature Transform (SIFT) verwendet, bei dem es sich im Wesentlichen um einen Computer-Vision-Ansatz für die Objekt- und Funktionserkennung in verschiedenen Winkeln und Maßstäben handelt. Dies wurde erfolgreich auf die Analyse von Kuckuckswirt-Ei-Markierungen angewendet [53].

Ein weiterer komplementärer Ansatz, der von einigen Autoren verwendet wird, besteht darin, Muster in binäre Schwarzweißbilder zu kennzeichnen und dann die Verteilung und Abdeckung von Markierungen über verschiedene Bereiche eines Objekts zu messen [54]. Kürzlich wurden außerdem Funktionen mit dem Namen “SpotEgg” [55] veröffentlicht, die eine adaptive Schwellenbildung von Bildern ermöglichen, um mit Unterschieden in der Beleuchtung und Objektform fertig zu werden, während gleichzeitig Informationen über Spotgröße, Verteilung, Form und andere Merkmale wie fraktale Bemaßung (siehe unten) zur Verfügung gestellt werden. Fraktale Geometrietechniken eignen sich besonders für die Behandlung komplizierter, komplexer und heterogener Muster. Durch die Messung der Kontinuität eines Musters durch Skalen spiegelt es irgendwie die inhärente Architektur vieler tierischer Farbmerkmale wider, die aus verschiedenen Einheiten (Skalen, Federn und Haare) bestehen, und ist somit ein interessantes Werkzeug, um die Variabilität zu erfassen, die sich aus einer solchen mehrskaligen Konstruktion des Merkmals ergibt. Bislang ist ihre Anwendung auf tierfarbene Musterung jedoch begrenzt [57]. In einer kürzlich durchgeführten experimentellen Studie war die fraktale Dimension des schwarzen Lätzchens des rotbeinigen Rebhuhns (Abbildung 1b) besonders nützlich, um zwischen Individuen mit einem glatten oder scharfen Übergang vom glatten schwarz zu den gefleckten Bereichen des Lätzchens zu unterscheiden.