Schließlich beschreibt das Panel mögliche Medientaktiken des Widerstands über die Aktivität des StealThisPoster-Kollektivs. Mit der Einführung stealthisposter.org, einem Netzwerk von Unterverregelern, die sich um das Recht auf Wohnbewegungen in London gebildet haben, werden sie die Praxis der Unterverrundung vorstellen, um zu argumentieren, wie Kunst und Kreativität Kämpfen zugute kommen und Veränderungen vermitteln können. StealThisPoster wird darlegen, wie sie dazu beigetragen haben, die öffentliche Meinung über die Räumung von “Lucha y Siesta” des besetzten und historischen Frauenhauses in Rom zu sensibilisieren und verschiedene Guerillaaktionen freizusetzen, d.h. das Wort “vendesi” (zum Verkauf) auf viele historische Denkmäler in Rom zu projizieren. Die eindrucksvollen Bilder der römischen Denkmäler in der Nacht durch die Worte “zum Verkauf” beleuchtet wurde viral, andere Aktionen wurden gemacht, eine Crowdfounding-Kampagne gestartet, und der Stadtrat war gezwungen, die Aussetzung der Versorgungseinrichtungen viermal zu verschieben. Die Podiumsdiskussion endet mit einem Videobeitrag von Penny Travlou von der Universität Edinburgh und Co-Direktorin des Feministischen Autonomen Zentrums für Forschung über die Wohnungskrise in Athen. Sie stellt den Widerstand der lokalen Aktivistengruppe AARG, Action Against Regeneration & Gentrification, gegen Vertreibung, Finanzspekulation und für die Rechte der Flüchtlinge vor. Protestkultur, Hausbesetzerbewegungen und progressive Mieterrechtsgruppen sind in Berlin vielleicht fester als anderswo, aber die Notlage der Stadt ist nicht einzigartig. In weiten Teilen der USA steigen die Eigenheimpreise doppelt so hoch wie die Löhne, und fast die Hälfte der Mieter gibt mehr als 30 % ihres Einkommens für Miete aus, verglichen mit 24 % der Mieter im Jahr 1960. Ein Mieter, der 40 Stunden pro Woche arbeitet und Mindestlohn verdient, kann sich laut der National Low Income Housing Coalition in keinem County in den USA eine Zwei-Zimmer-Wohnung leisten.

Teilweise dadurch nimmt die Obdachlosigkeit in die Höhe. In Oakland ist die Zahl der Obdachlosen in den letzten zwei Jahren um 47 % gestiegen. In New York City stieg die Zahl der obdachlosen Schulkinder in den letzten zehn Jahren um 70 % auf 114.000. Ende Oktober erschienen rund 100 Syndikat-Gönner und Nachbarn zur Räumungsverhandlung der Bar. Syndikats Stammgäste waren meist schwarz gekleidet, mit vielen Gesichtspiercings.