Auf einer von BZA organisierten Konferenz sagte ihr Chefunterhändler Jürgen Uhlemann, die Arbeitgeber hätten gerne eine Regulierung der Branche durch Tarifverträge vermieden, aber die neuen Rechtsvorschriften zur Leiharbeit ließen ihnen kaum eine andere Wahl, als in Tarifverhandlungen einzutreten, wenn sie die Gleichbehandlung mit den Beschäftigten der Nutzerunternehmen verhindern wollten. Das BZA zeigte sich erfreut darüber, dass es die Umsetzung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern wirksam verhindert habe. Diese Ansicht wird von iGZ geteilt. Haftungsausschluss: Diese Informationen werden der Öffentlichkeit als Dienstleistung zur Verfügung gestellt, aber nicht von der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen bearbeitet oder genehmigt. Für den Inhalt sind die Autoren verantwortlich. Nach der DGB-BZA-Vereinbarung wird die Leistungsanforderung für urlaubs- und Weihnachtsgeldab 1. Januar 2006 auf sechs Monate reduziert. Diese Verringerung dieser Dienstleistungsanforderung ist von besonderer Bedeutung, da nach statistiken über Leiharbeit (für Juni 2002) etwa zwei Drittel der Leiharbeitnehmer für eine Dauer von weniger als drei Monaten beschäftigt sind. Auch BZA, iGZ und der DGB-Verhandlungsverband haben eine Vereinbarung über Mindestlöhne für Ost- und Westdeutschland geschlossen, die auf Eis gelegt wurde und nur in Kraft tritt, wenn sie für allgemeinverbindlich erklärt wird (siehe Abschnitt 2.1). Die rechtliche Definition ist im ersten Absatz des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) gegeben: Arbeitgeber (Zeitarbeitsfirmen), die beabsichtigen, die Dienstleistungen von Arbeitnehmern (Zeitarbeitskräften) dritten (Nutzerunternehmen) auf kommerzieller Basis zur Verfügung zu stellen, benötigen eine Lizenz. Eine Zeitarbeitsfirma (TWA) ist daher jedes Unternehmen, das die Lizenz hat, Mitarbeiter auf kommerzieller Basis an andere Unternehmen zu vermieten. Eine TWA muss den typischen Pflichten eines Arbeitgebers nachkommen.

Ist dies nicht der Fall, so wird davon ausgegangen, dass sie nur Vermittlungsdienstleistungen erbringt. Arbeitnehmer, die nur zur Einstellung beschäftigt sind, sind Leiharbeitnehmer, und die Unternehmen, die sie einstellen, sind Benutzerunternehmen. Nach beiden DGB-Tarifverträgen haben Arbeitnehmer im ersten Arbeitsjahr 24 Arbeitstage (von Montag bis Freitag) Anspruch auf bezahlten Urlaub.