Leiharbeitnehmer durften einreisen, nachdem sie von ihrem Heimatland ausgewählt und von der Bundesagentur für Arbeit[31] gemäß den Bestimmungen des geltenden bilateralen Abkommens genehmigt worden waren, das in der Regel den Anforderungen des deutschen innerstaatlichen Rechts entsprach. Für Arbeitnehmer, die von einem ausländischen Auftragnehmer eingesetzt wurden, war ein Arbeitgeberwechsel nur in begrenztem Umfang und dann erst nach Mitteilung der deutschen Behörden möglich. [32] Auch für Saisonarbeiter war ein Arbeitgeberwechsel in der Regel nicht vorgesehen und hätte auf jeden Fall die Genehmigung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich gemacht, die einzelne Arbeitnehmer einzelnen deutschen Arbeitgebern zuordnete. [33] (Die Bundesagentur für Arbeit erbringt übrigens weiterhin Vermittlungsdienstleistungen für Saisonarbeiter aus osteuropäischen Ländern an deutsche Arbeitgeber, auch wenn das Gesetz die Beteiligung der Agentur nicht mehr vorschreibt.[ 34] Diese Regelungen wurden mehrfach begründet. Erstens erlebte Deutschland in den 1950er Jahren ein sogenanntes Wirtschaftswunder und brauchte Arbeitskräfte. [7] Der Arbeitskräftemangel wurde nach dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 verschärft, was den großen Zustrom ostdeutscher Arbeiter drastisch reduzierte. Zweitens rechtfertigte Westdeutschland diese Programme als eine Form der Entwicklungshilfe. Es wurde erwartet, dass Gastarbeiter nützliche Fähigkeiten erlernen würden, die ihnen helfen könnten, ihre eigenen Länder nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat aufzubauen. [3] Die Fristen für Leiharbeitnehmervisa und die obligatorischen Wartezeiten zwischen den Beschäftigungen in Deutschland verhinderten effektiv die Aufnahme von Familienangehörigen in Leiharbeitnehmer. Das Deutsche Aufenthaltsgesetz schreibt verschiedene restriktive Kriterien für die Zuwanderung von Ehegatten und Kindern gebietsansässiger Ausländer vor. [41] Ehegatten von Ausländern können nur dann eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn der Ausländer im Rahmen einer Aufenthaltserlaubnis, die mindestens ein Jahr gelten soll, in Deutschland wohnt. [42] Unterhaltsberechtigte Kinder werden nur zugelassen, wenn sowohl Eltern als auch alleinerziehende Eltern eine deutsche Aufenthaltserlaubnis besitzen und der Mittelpunkt des Lebens des Kindes nach Deutschland verlegt wird.

Die Dauer und Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigungen für Kinder und Ehegatten, die sich einem gebietsansässigen Ausländer anschließen, sind stark an die Person und den Status des ursprünglich zugelassenen Patenschaftsausländers gebunden. [43] [39] Die Arbeitsmarktbedingungen wurden hauptsächlich genutzt, um die Zahl der Saisonarbeiter in Zeiten hoher inländischer Arbeitslosigkeit zu begrenzen. So gab es Bedenken, als die Zahl der zugelassenen Saisonarbeiter von 209.886 Arbeitnehmern pro Jahr im Jahr 1998 auf 309.469 im Jahr 2003 und 325.000 im Jahr 2005 gestiegen war, was zu Quoten für 2006 und 2007 führte, die eine Reduzierung der Genehmigungen auf 90 % der 2005 aufgenommenen Arbeitnehmer forderten, um die Arbeitslosigkeit im Inland zu verringern.